Kleines ABC der Deklaration von Inhaltsstoffen bei Hundefutter und Katzenfutter
Was ist wirklich in den chemischen Fertigfuttern für Hunde und Katzen?
Was steht in der Deklaration zwischen den Zeilen?
Was sich gut anhört, muss nicht immer auch gut sein und einiges sollten Sie Ihrem Liebling besser nicht zumuten!!
Gesetzliche Bestimmungen für die Deklaration der Inhaltsstoffe
In folgendem finden Sie, in alphabetischer Reihenfolge, Erklärungen zu den Inhaltsstoffen und deren Deklaration auf der Packung, anhand dessen Sie das Fachchinesich bei der Deklaration der Inhaltsstoffe besser entschlüsseln können.
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - V - Z - Übersicht A - Z
A
Antioxidans / Antioxidantien sind künstliche oder natürliche Substanzen, die Inhaltsstoffe vor dem Oxidieren (Schädigung durch Sauerstoff) schützen. Sie dienen zur Konservierung und verhindern, dass z.B. Fett ranzig wird. Künstliche, durch Synthese hergestellte Antioxidantien, können mit den natürlichen (Vitamin C, Vitamin E), nicht gleichgestellt werden. Natürliche Antioxidantien schützen den Organismus vor "Freien Radikalen". (im Trockenfutter werden keine natürlichen verwendet!)
Amaranth auch Amarant genannt, ist der Lebensmittelfarbstoff E 123. Es handelt sich hier um ein glutenfreies Pseudogetreide mit einem hohen Mineralstoff- und Eisengehalt.
Arginin ist eine Aminosäure und ist für Katzen essentiell, weil sie vom Organismus der Katze nicht selbst synthetisiert werden kann. Arginin ist wichtig für die Neubildung von Proteinen und für den Harnstoffzyklus.
Ascorbinsäure ist ein synthetisch hergestelltes Vitamin C und wird fälschlicherweise als 'natürliche' Antioxidantien' bezeichnet. Ascorbinsäure kann jedoch bereits bei einer leichten Überdosierung körpereigene Zellen schädigen. Gesunde Hunde und Katzen können in der Leber selbständig Vitamin C bilden und müssen es nicht mit der Nahrung aufnehmen.
Aspergillus gehört zur Gattung der Schimmelpilze, ist in kultivierter Form ungiftig und wird als Konservierungsmittel eingesetzt. Aspergillus gehört zu den Mykotoxinen und kann in von Schimmel befallenen Nahrungsmitteln, hauptsächlich in Getreide, vorkommen. Dies kann bereits auf dem Feld beim Wachstum passieren oder durch Überlagerung von Nahrungsmitteln. Mykotoxine können bei Menschen und Tieren vielseitige, sehr schädliche Wirkungen hervorrufen, wie beispielsweise Schädigung des zentralen Nervensystems und des Immunsystems, Schäden an Leber und Niere, Störungen beim enzymatischen Stoffwechselprozess. Sie können allergische Reaktionen auslösen und sind krebserregend.
Ascorbyl Palmitat sind die Ester der Ascorbinsäure, eine fettlösliche Form von Vitamin C.
Autolysat sind Abfallprodukte von absterbenden Zellen und werden unter verschiedenen Bezeichnungen u.a. als Geschmacksverstärker eingesetzt. Geschmacksverstärker sind allgemein schädlich für Ihr Tier und in einer guten Tiernahrung auch absolut nicht notwendig.
Aspartam ist ein synthetisch hergestellter Süßstoff (Zuckerersatzstoff) und steht im Verdacht krebserregend zu sein. Alle Bäckereierzeugnisse wie Brot, Kuchen, wie auch Nudeln können auf eine versteckte Zuckerquelle hinweisen. Zucker, egal in welcher Form, hat in der Tiernahrung absolut nichts zu suchen.
B
BHA= Butylhydroxyanisol - E 320 - und BHT= Butylhydroxytoluol - E 321 können Pseudoallergien auslösen und sind in vielen Teilen Europas verboten. Sie werden aber weiterhin als Konservierungsmittel eingesetzt.
Bierhefe ist ein Nebenprodukt bei der Bierherstellung und ist reich an Proteinen und an Vitamin B.
Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine auch als Vitamin H oder Vitamin B7 bezeichnet und spielt eine bedeutende Rolle beim Stoffwechsel.
Die Bezeichnung Bio besagt, dass die verwendeten Zutaten aus biologischer Herstellung kommen, was jedoch nichts Qualität aus sagt, Es kann z.B. auch vergammelt sein oder es kann sich um Rohstoffe handeln, die für die menschliche Ernährung nicht zugelassen sind, aber durch die Verarbeitung in der Tiernahrung doch wieder teuer verkauft werden können! Auch gute Bio-Rohstoffe verlieren durch hohe Erhitzung einen Großteil ihrer natürlichen Inhaltsstoffe und es können danach andere, minderwertige Zusätze beigefügt werden.
Blutmehl ist ein aus Schlachtabfällen hergestellter stickstoffreicher, schnell wirksamer, organischer Dünger der aus getrocknetem Blut (überwiegend Hühnerblut) hergestellt wird. Es ist ein natürlicher Mineralienlieferant und enthält ca. 12% Stickstoffverbindungen sowie sehr viele Spurenelemente ist aber auf Grund der Herkunft zumindest eine sehr fragwürdige Zutat.
Brau- oder Bierreis ist der ausgelaugte Rest an weißem Reis aus der Bier- bzw. Schnapsherstellung. Ihm fehlen ca. 75% seiner Nährstoffe. Es handelt sich om sogenannte Schmachtkörner die für sonst nichts mehr geeignet sind.
Brauner Reis ist ungeschälter weißer Reis in unpolierter Form (Natur- oder Vollkornreis) und enthält deutlich mehr Nährstoffe als der geschälte weiße Reis.
C
Carrageen ist ein Gelier und Verdickungsmittel auch bekannt als E 407. E 407 steht immer wieder in der Kritik, da es nach Ansicht einiger Wissenschaftler im Verdacht steht, Krebserregend zu sein. Außerdem wurden Geschwürbildungen sowie Veränderungen im Immunsystem mit abgebautem Carrageen festgestellt. Des weiteren wird von einigen Stellen behauptet, dass Carrageen Allergien auslösen kann und die Aufnahme von Mineralien, beispielsweise Kalium, behindert wird. Darüber hinaus wurde durch eine neue Studie eine bisher nicht erklärte antivirale Aktivität gegen humane Papillomviren (HPV) festgestellt, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.
Calcium-Carbonat ist eine Calcium-Kohlenstoff-Wasserstoffverbindung (kohlensaurer Kalk) und kommt u.a. in Knochen, Eierschalen und Zähnen vor.
Calcium-Panthothenat ist Panthotensäure, auch Vitamin B5 genannt.
Calciumsorbat ist das Salz der Sorbinsäure und wird als Konservierungsmittel E 203 eingesetzt. Es gilt als unbedenklich und ist wohl das harmlöseste Konservierungsmittel, kann aber ebenfalls allergieauslosend wirken und wegen seiner Säurewirkung die Schleimhäute reizen.
Calciferol oder Vitamin D ist wichtig für die Knochen und reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel.
Unter dem Begriff Canola vebirgt sich Rapsöl.
Carbadox ist ein umstrittener Wachstumsförderer der in der Tiermast verwendet wird und kann daher in Futtermitteln vorkommen.
Casein/Kasein ist ein Protein aus der Kuhmilch das Allergien auslösen kann .
Cellulose sind Ballaststoffe, also unverdauliche Zellwandbestandteile von z.B. Getreidehülsen, Nussschalen ect.
Cerealien ist ein Sammelbegriff für verschiedene Getreideprodukte und fällt als Abfallprodukt bei der Müsliherstellung an.
Cholin ist ein Vitamin der B-Gruppe und Bestandteil von Lecithin (E 322). Es kann i.d.R. von Hunden selbst synthetisiert werden.
Chondroitin ist ein Stoffwechselprodukt des Glucosamins, welches im Knorpelgewebe vieler Tiere vorhanden ist und die Bildung von Gelenkknorpeln und deren Elastizität fördert. Chondroitin hat die gleichen Eigenschaften, ist allerdings weniger gut verdaulich und hemmt die Zerstörung von älterem Knorpelgewebe. Allerdings verlieren diese Substanzen durch Erhitzung ihre Wirkung und sind somit wertlos. Des weiteren ist zu beachten, dass mit Ausnahme der Hyaluronsäure und der Vorstufe der Glutasaminen (reich enthalten in den Keimdrüsenkapseln der Grünschalmuschel), die sehr großen Moleküle vom Organismus nicht aufgenommen werden können. Daher ist es zumindest fraglich, ob die Wirkstoffe überhaupt in die Gelenke gelangen. Da die meisten Tierfuttermittel für Hunde und Katzen bei der Herstellung stak erhitzt werden und die Wirkstoffe somit zerstört werden, ist es wohl nur ein gutes Werbeargument das aber nichts weiter bringt!
Cobalamin oder Vitamin B12, fördert den Eiweißstoffwechsel und die Bildung von roten Blutkörperchen.
Colostrum ist die sogenannte Vormilch von Säugetieren und die erste Nahrung die ein Säugetier nach der Geburt erhält. Colostrum unterstützt und stärkt nachhaltig das Immunsystem, fördert die Zellvermehrung und fördert so die Stabilisierung von Muskel- Knochen- und Knorpelgeweben sowie von Sehnen.
Cystin/Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die eine Anabole Wirkung hat - E 920. Cystin ist für Katzen essenziell und wird von unseren Stubentigern in größerem Umfang benötigt als von anderen Tierarten. Cystin findet man in großer Menge in tierischem Gewebe. Bei einer vermehrten oder ausschließlichen Gabe von pflanzlichen Futtermitteln kann es zu Mangelerscheinungen kommen, die sich u. a. in Wachstumsstörungen oder Schorfbildung am Übergang von Mund zu Nase äußern können.
D
dehydriert: Trocknung durch Wasserentzug.
Dicalcium-phosphat – E 540 ist schwer verdaulich und in der Nutztierhaltung verboten. Es kommt im Tiermehl vor.
Digest ist eine Flüssigkeit, die von tierischen Geweben durch chemische oder enzymatische Hydrolyse hergestellt wird. Es ist quasi eine chemisch vorverdaute Nahrung. Dadurch wird die Futterakzeptanz erhöht.
DL-Methionin und DL-Lysin sind synthetisch hergestellte Aminosäuren, welche. minderwertige Fleischquellen ausgleichen. Die Deklaration dieser Stoffe ist ein Hinweis auf einen sehr geringen Fleischanteil in der Tiernahrung und ist oft in Trockenfutter enthalten.
DHA (Docosahexaensäure) ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, wird nach dem Welpenalter vom Hund selbst gebildet und soll Einfluss auf die Intelligenz haben!
Bei dem Begriff Diet / Diät handelt es sich um eine Tiernahrung die meist mit viel Rohfaser und synthetischen Zusätzen angereichert ist.
E
E-Nummer ist eine Bezeichnung für in Europa zugelassene Zusatzstoffe.
Hinter der Bezeichnung EG-/EWG-/EU-Zusatzstoffe verbergen sich alle zugelassenen Farb- und Konservierungsstoffe ect. wie z.B. BHA, BHT, Ethoxyquin und weitere Stoffe.
Die Angabe Ei bedeutet, dass ganze Eier mit Schale verwendet wurden. Eier sind Hochwertige Eiweiß- und Calciumlieferanten, wird aber von vielen Hunden nicht vertragen.
Ist Eier und Eierzeugnisse deklariert, so handelt es sich um Abfallprodukte aus der Eierverarbeitung,
Eiweißextrakte sind meist pflanzlicher Herkunft. Hier handelt es sich um Abfallprodukte, die bei der Mehlerzeugung anfallen oder auch um Kleber aus z.B. Soja. Es handelt sich hier um eine minderwertige Eiweißquelle.
Enterococcus faecium ist ein Fäkalkeim von Säugetieren, E 1707 und dient zur Darmunterstützung bei Ferkeln.
Erbsenkleie ist ein Nebenerzeugnis das bei der Herstellung von Mehl aus Erbsen anfällt und in der Hauptsache aus Erbsenschalen besteht.
Bei Erythrosin - E 127 handelt es sich um einen künstlich hergestellter Farbstoff, der u.a. Krebs verursachen kann.
Ein effizientes und sehr billiges chemisches Konservierungsmittel (Antioxydant) ist Ethoxyquin (E 324) welches ursprünglich dazu verwendet wurde um die Haltbarkeit von Gummi zu verbessern. Ethoxyquin ist in Lebensmitteln nicht mehr zugelassen, ist aber leider immer noch in vielen Futtermitteln enthalten.
Exdrudiert bedeutet, dass das Futter unter Druck und Hitze (120 - 140° oder je nach Hersteller sogar bis zu 480°) hergestellt wurde. Dadurch gehen die meisten Nährstoffe, Vitamine ect. verloren.
F
Fette sind, wenn sie nicht genauer bezeichnet sind, meistens Abfallprodukte aus der Tierkörper-Beseitigung. Meist haben "Tierkörper-Beseitigungen" in Holland, Belgien und Deutschland die Fettherstellung als zweiten Gewerbezweig. Genaue Angaben weisen auf die Verwendung hochwertige Fette und Öle hin.
Fischmehl beinhaltet getrocknete Fischnebenerzeugnisse bzw. getrocknetes Fischfleisch sowie Fischnebenerzeugnisse (z.B. Fischinnereien, Flossen, Köpfe, Gräten, Fischaugen etc.)
Fisch-Heringsmehl wird als Menhaden bezeichet.
Die Deklaration Fleisch besagt, dass reines Fleisch ohne Nebenerzeugnisse verwendet wurde. (Mengenangabe vor der Trocknung). Nach der Trocknung wird Fleisch zu Fleischmehl.
Fleischmehl bzw.Tiermehl kann, wenn es nicht näher bezeichnet ist, alles mögliche beinhalten. Meist stammt es aus Abdeckereien! Seit 2001 darf es nicht mehr an Nutztiere verfüttert werden, wird aber in Hunde- und Katzenfutter weiterhin verwendet. In gutem Tierfutter ist das Fleischmehl genau deklariert (also z.B. aus Geflügelfleisch)
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse ist, wenn nicht näher bezeichnet, alles was nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist, wie Tierkörper oder Teile von Tierkörpern wie Häute, Hufe, Blut, Federn, Mägen, Därme, Lunge, Grieben, Sehnen, Knochen und Tiermehl.
Fleischhydrolysat sind Fleischersatzstoffe die aus Eiweißpulver und Wasser hergestellt werden (Kunstfleisch). Ist also z.B. Fisch- oder Hühneraroma deklariert, besteht der Verdacht, dass es sich um Fleischhydrolysat handeln könnte.
FOS: (Fructooligosaccaride) wird aus der Chicoree-Wurzel gewonnen und ist eine natürliche Substanz, die Futtermitteln zugesetzt wird, damit der Kot eine bessere Form aufweist.
Folacin ist ein Synonym für Folsäure. Folsäure - Vitamin B9
Fructo-Oligosaccharide regeln auf natürliche Weise die Darmtätigkeit und sorgen für ein gesundes Gleichgewicht im Verdauungssystem. Dieser Zusatz ist notwendig, wenn das Futter schlecht verdaulich ist. Ein auf Grund der Inhaltsstoffe natürlicherweise entstehender Durchfall wird durch Zugabe von Fructo-Oligosaccharide unterdrückt. Fructo-Oligosaccharide werden oft in Diätfuttermitteln verwendet.
G
Die Heilpflanze Galant gehört zu den Ingwergewächsen. Sie wirkt anregend und entzündungshemmend.
Galacum, das vergorenes Konzentrat der Sauermolke kann bei Magen-Darm-Problemen eingesetzt werden.
Geflügelmehl beinhaltet alles vom Geflügel was KEIN Fleisch ist. Es handelt sich hier um Geflügelschlachtabfälle u. a. Federn, Klauen, Schnäbel ect.
Bei Geflügelfleischmehl handelt es sich um reines Fleisch. (Mengenangabe nach dem Trocknen.)
Geflügelprotein ist eine Mischung von Geflügelschlachtnebenprodukten.
Geflügelnebenprodukte sind z.B. Köpfe, Füße, Eingeweide, Blut und Urin als Salzersatz. Dadurch muss Salz als Zusatzstoff nicht mehr aufgeführt werden. Als Füllstoff werden noch Federn verwendet.
Gelatine ist ein natürliches Binde- und Verdickungsmittel, das aus Schweineschwarten hergestellt wird. Bei der Ernährung von Hund und Katze sollte alles vom Schwein vermieden werden.
Bei Gemüse können, wenn nicht genauer angegeben, alle Gemüsearten oder sogar Hülsenfrüchte verwendet worden sein. Hülsenfrüchte können zu Verdauungsproblemen führen.
Geschmacksverstärker sind generell schädlich und in einem hochwertigen Futter absolut nicht notwendig.
Getreidemehl sind alle Arten von gemahlenem Getreide.
Glucosaminhydrochlorid ist ein Stoff der aus Schalentieren gewonnen wird und die Wasserspeicherfähigkeit des Knorpels unterstützt.
Gluten fallen als Nebenprodukt bei der Mehlherstellung an. Gluten werden von sehr vielen Hunden nicht vertragen. Sie sind oft im Getreideanteil des Futters versteckt enthalten. Glutenfreie Getreide sind Reis, Hirse und Hafer.
Unter der Bezeichnung Glycin versteckt sich der Geschmacksverstärker E 640.
Unter Grieben versteht man ausgelassenes Fett von z.B. Innereien aus Tierkörperbeseitigungsanlagen. Grieben sind ein Abfallprodukt aus der Talgproduktion,
Guar bzw.Guarmehl ist ein Pflanzenfaserstoff der als Verdickungs- und Mehlbehandlungsmittel eingesetzt wird.
Guarkernmehl verringert das Hungergefühl, da es im Magen stark aufquillt.
H
Die Substanz Hämoglobin ist ein eisenhaltiger roter Blutfarbstoff.
Hefen sind Proteinreich und enthalten viel Vitamin B.
Histamin ist eine allergieauslösende Substanz und kommt in Fleisch, Fisch, Pflanzen und Bakterien vor.
I
IE bedeutet „Internationale Einheit“ und gibt Zusätze von z.B. Vitaminen an.
IgG ist der Immunglobulinwert. Immunglobuline sind Antikörper - Eiweiße, die bei der Abwehr fremder Substanzen wie Krankheitserregern wichtig sind.
Inulin ist ein unverdaulicher Ballaststoff, der besonders gut für Diätfutter geeignet ist und kommt z. B. in Topinambur und Zichorie vor. Achtung: viel Ballast bedeutet auch wenig Nährstoffe.
Unter Isoleucin versteht man eine essentielle Aminosäure. Hunde und Katzen müssen diese Substabz mit der Nahrung aufnehmen.
Inositol ist ein Vitamin der Gruppe B.Es wird von Tieren selbst synthetisiert.
J
Das Stärke und Bindemittel E 410 - Johannisbrotkernmehl entzieht dem Nahrungsbrei Wasser. Es wird bei Kotwasser oder Durchfällen angewendet ist aber leider vorbeugend in vielen Futtermitteln enthalten, um die und Kotwürste fester zu formen. Es kommt in natürlicher Form vor wird aber auch synthetisch hergestellt
K
Der Konservierungsstoff Kaliumsorbat - E 202 kann allergieauslösend wirken und verändert auch den Geschmack der Nahrung
Kamut ist eine sehr proteinreiche Weizenart, enthält jedoch, wie bei Weizen üblich auch Gluten.
Karamell ist nichts anderes wie erhitzter Zucker und dient als Geschmacksverstärker. Zucker, egal in welcher Form hat in Hundefutter und Katzenfutter nichts zu suchen!
Kassava ist das Stärkemehl aus der Maniokwurzel.
Kleber oder Kleiber ist die Schicht zwischen Außenhülle und Mehlkörper eines Getreidekorns. Es ist ein eiweißhaltiges Abfallprodukt das bei der Mehlherstellung anfällt
Unter Kleie versteht man die Keim und Randschichten eines Getreidekorns. Kleie ist ein Rückstand aus der Getreideverarbeitung.
Knoblauch wird bei Magen- und Darm-Erkrankungen mit Durchfall oder Verstopfung, Blähungen und Entzündungen vom Darm gerne eingesetzt. Er tötet krankhafte Darmbakterien ab und fördert die Kolibakterien (normale Darmbewohner) Auch bei Erkrankungen der Luft- und Atemwege wie Bronchitis, Keuchhusten und Asthma, bei Bluthochdruck und Arterienverkalkungen sowie Herzmuskelschwäche findet Knoblauch als Heilpflanze Verwendung. Weiterhin wirkt Knoblauch wurmtreibend und wird als Kräftigungsmittel in der indischen Medizin eingesetzt. In Knoblauch finden sich folgende Inhaltsstoffe:
Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Calcium und Phosphor, Magnesium, Eisen, Vitamin B1, B2 und C, Fermente, Inulin und das schwefelhaltige, ätherische Öl Allicin. welchem die gesundheitsfördernde Wirkung des Knoblauchs zugeschrieben ist. (Siehe auch ABC-Vitamine)
Knochenmehl sind gemahlene Knochen, die meist aus Tierkörperbeseitigungsanlagen stammen.
L
L-Carnitin ist ein vitaminähnlicher, bedingt essentieller Nährstoff und enthält sehr viel Kohlenhydrate und Zucker. Es fördert die Fettverbrennung und wird meist in „Light – Produkten“ eingesetzt.
L-Methionin und L-Lysin sind L-Formen der Aminosäure.
Lactoflavin ist ein Lebensmittelfarbstoff Farbstoff (E 101) und wird auch als Vitamin B2 bezeichnet. Lactoflavin kann natürlich aus Molke oder Hefe aber auch synthetisch gewonnen werden.
Lactobacillus acidophilus ist ein Bakterium, dass Immunabwehr und Darm stärken soll. Es kommt in Milch, Fleisch und Fisch vor.
Lecithin ist ein aus Soja gewonnener Emulgator, wird aber meist synthetisch hergestellt.
Die essentielle Aminosäure Leucin muss mit der Nahrung aufgenommen werden.
M
Der Begriff Maintenance steht für so genannte bedarfsgerechte Versorgung.
Hinter dem Begriff Mais verbirgt sich ein ganzer Maiskolben. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen ist der Maiskolben Hauptauslöser von Allergien, während Maiskörner bzw. Maiskeime wertvoller Vitaminspender sind.
Maiskeim wird aus den Keimen von Mais gewonnen und sollte nicht erhitzt werden.
Als Abfallprodukte bei der Maisstärkegewinnung fallen Maisgluten / Maiskleber an. Das aus Kleie und Kleber bestehende Produkt enthält viel Protein, das aber für Hunde- und Katzenfutter kaum verwertbar ist und vor allem in der Rinderzucht Verwendung findet. Maisgluten hält nicht verwertete Stoffe wie auch Giftstoffe im Körper fest. Das bedeutet eine erhebliche Belastung von Nieren und Leber.
Maismehl sind getrocknete und gemahlene ganze Maiskolben.
Maisvollkornmehl sind getrocknete und gemahlene Maiskörner.
Ein Kohlenhydrat das meist als Füllstoff verwendet wird ist Maltodextrin
Melasse besteht zur Hälfte aus Saccharose (Haushaltszucker)und ist ein Nebenprodukt das bei der Zuckerherstellung anfällt.
Menadion ist das künstliche Vitamin K3, das wegen seiner vielen negativen Nebenwirkungen in der Humanmedizin verboten ist. (siehe auch unter ABC-Vitamine)
Methionin wird gerne als Zuckerversteck verwendet. Es ist eine essentielle Aminosäure, die, insbesondere von Katzen, mit der Nahrung aufgenommen werden muss und kommt in Molkereierzeugnissen wie Käse, Milchpulver, Molke, Fisch (Lachs Garnelen), Fleisch und Gemüsen ( Brokkoli grüne Erbsen Rosenkohl Spinat) Ei, Vollkornbrot und Reis. sowie in Nebenprodukten der Käseherstellung vor.
Muschelsediment besteht überwiegend aus der Schale von Muscheln, also aus Kalk und soll Phosphorüberschuss ausgleichen. Muschelextrakt, welcher oft angepriesen wird, dient nur als Calciumzusatz!
N
Nahrungsfaser sind Ballaststoffe.
Natriumbisulfat ist, wegen seiner schädlichen Wirkung, ein sehr umstrittenes Konservierungsmittel.
Natriumchlorid = Kochsalz
Natriumhexametaphosphat/ Natriumnitrit wird u.a. als Konservierungsmittel eingesetzt - E 250.
Natriumpolyphosphat ist ein künstlich hergestellter Stabilisator, Emulgator und Säureregulator, oft auch als Polyphosphate, Natriumpolyphosphat, Kaliumpolyphosphat, Natriumcalciumpolyphosphat, Calciumpolyphospat oder einfach als Phosphate bezeichnet -E452.
Ein Konservierungsmittel (E 514) mit schädlichen Nebenwirkungen ist Natriumsulfat, auch Natriumbisulfat oder Natriumnitrit, bekannt als Glaubersalz. Es kann zu Nierenschäden führen .
Unter Natriumsorbat verbirgt sich das Antioxidationsmittel E 201.
Nicotinsäure, auch unter dem Synonym Niacin, ist Vitamin B3 und kommt in Geflügel, Milchprodukten und Fisch in natürlicher Form vor (E 375).
O
Eine spezielle Gruppe der ungesättigten Fettsäuren bilden die Omega-3-Fettsäuren. Sie gehören zu den essentiellen Fettsäuren.
P
Pantothensäure = Vitamin B5.
Pektine wird manchen Futtermitteln als Verdickungsmittel zugesetzt, da diese Tiernahrung ohne diesen Zusatz vermutlich Durchfall verursachen würde - E 440.
Als Perlgraupen wird geschälte Gerste bezeichnet.
Pflanzliche Eiweißextrakte sind meist Sojaprodukte, die als Rückstände aus der Herstellung pflanzlicher Öle anfallen. Zusätze von Eiweißextrakten führt bei vielen Hunden zu Allergien und Unverträglichkeiten.
Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind ebenfalls z. B. Pressrückstände aus der Ölherstellung, altes Frittieröl, (beispielsweise verkauft MC Donald sein altes Frittieroel an die Futtermittelindustrie) oder Gemüseabfälle aus der Lebensmittelherstellung, Rübenschnitzel, Maisgluten, Cellulose (Erdnussschalen, Stroh), Braureis, Reisstärke, Abfallprodukte der Bierbrauereien usw.
Ebenso Soja, das sehr kostengünstig ist, und deshalb in vielen minderwertigen Tierfuttern vorkommt. Soja ist für Katzen oft schwer verdaulich. Des weiteren kommt oft Rote Beete Saft zum Einsatz welcher auf Grund der dunkleren Kotfärbung, einen hohen Fleischgehalt suggeriert.
Phenylalanin gehört zu den essentiellen Aminosäuren, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.
Ein Synonym für Kalium Potassium
Propylgallat gehört zu den Konservierungsstoffen und ist ein künstlich hergestelltes Antioxidationsmittel, das unter Verdacht steht, die Aufnahme von Eisen zu behindern. Alle Gallate sind kritisch in der Anwendung, da sie im Verdacht stehen, Allergien auszulösen. - E 310.
Pyridoxin ist Vitamin B6.
Pyridoxin-hydrochlorid ist eine synthetische Form von Vitamin B6.
Q
Quinoa ist ein Pseudogetreide mit einem hohem Gehalt an Eiweiß, Magnesium und Eisen.
R
Riboflavin kommt in Milch und Gemüse vor. Vitamin B2
Unter Rohasche versteht man alle nicht brennbaren Bestandteile des Futters, oder, anders ausgedrückt, die Gesamtmenge der Mineralstoffe und Spurenelemente. Es ist ein theoretischer Wert der entstehen würde wenn das Futter komplett verbrannt würde. Übrig bleiben dann Mineralien (Salze). Der Wert für den Rohascheanteil sollte nicht über 7,5% liegen, da höhere Werte auf minderwertige Inhaltsstoffe hinweisen durch die eine hohe Nierenbelastung, Knochenstoffwechselstörungen oder Zahnstein entsteht.
Rohfaser sind alle unverdaulichen Bestandteile (Ballaststoffe) der Nahrung. Ballaststoffe sind wichtig für die Verdauung und für die Kotkonsistenz. Der Anteil aller pflanzlichen, unverdaulichen Rohfasern (könnte auch z.B. Sägemehl sein) sollten höchstens einen Anteil von 2%-4% ausmachen. Bei Diät-Futtermitteln kann dieser Anteil entsprechend höher sein.
Alle im Futter enthaltenen Fettquellen (pflanzlicher sowie tierischer Natur), sind unabhängig von Herkunft oder Qualität als Rohfett angegeben. Hier kann es sich auch z.B. um verarbeitetes Altöl handeln, denn auch altes Öl verfügt über einen bestimmten Gehalt an Rohfett!
Als Rohprotein werden alle Eiweißverbindungen die im Futter vorhanden sind bezeichnet. Hierzu gehört nicht nur Fleisch, sondern auch z. B. Federn oder Klärschlamm.
Rohrzucker ist als Saccharose deklariert und hat in Hundefutter und Katzenfutter nichts zu suchen.
S
Unter Saccharomyces cervisiae versteht man Backhefe.
Schälkleie ist ein Abfallprodukt aus der Mehlproduktion und wird oft als Füllstoff verwendet.
Schrot sind klein gemahlene Getreidekörner.
Selen als Spurenelement ist nur aus anorganischen Quellen zugelassen (Natriumselenit, Natriumselenat).
Sodium ist ein Antioxidant (Konservierungssstoff).
Soja ist ein minderwertiger Eiweißlieferant der zudem oft genmanipuliert ist. Soja ist kostengünstig aber für Tiere schlecht verträglich.
Sorbinsäure wird als Konservierungsstoff eingesetzt.
T
Tapioka ist das Stärkemehl aus der Manniokwurzel. (Siehe auch Kassava).
Taurin ist eine schwefelhaltige Aminoethansulfonsäure. Sie ist für Katzen lebensnotwendig und unverzichtbar für Fortpflanzung und Sehvermögen. Zudem fungiert sie als Antioxidans und schützt körpereigene Zellen vor freien Radikalen. Taurin ist z.B. in Thunfisch, Hammelfleisch, Rindfleisch und Geflügel enthalten.
Thiamin ist das Vitamin B1.
Thiaminhydro-chlorid/Mono-nitrat sind synthetische Formen von Vitamin B1.
Tiermehl siehe Fleischmehl.
Tierische Nebenerzeugnisse kann alles sein was nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist wie z. B. Knochen, Sehnen, Federn, Schnäbel, Mägen, Därme, verwesendes Fleisch, Kadaver, Blut, Därme, Häute, Grieben, Tiermehl, Fleisch von mit Viren und Bakterien verseuchter Versuchstiere, Geflügelkrallen, Gewebe von Versuchsföten ect.
Threonin gehört zu den essentiellen Aminosäuren, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.
Unter tierische Nebenerzeugnisse versteht man nahezu alles, was kein reines Muskelfleisch, Binde- oder Sehnengewebe ist. Hierzu zählen z. B. Innereien, Haut, Knochen, Knorpel aber auch Federn, Hufe, Haare, Schnäbel, Urin, Kot, Reste von Schlachtabfällen, die beispielsweise aus dem Abwasser eines Schlachthofes gefiltert werden oder verwesendes Fleisch, Gewebe von Versuchsföten, tote sowie mit Viren und Bakterien verseuchte Versuchstiere usw. Das alles darf im konventionellen Tierfutter verarbeitet und unter dem Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ deklariert werden. Und das völlig legal!!
Tocopherol ist ein Sammelbegriff für 8 fettlösliche Substanzen die auf Grund ihrer antioxidativen Wirkung oft als Konservierungsmittel verwendet werden. Tocopherol wird auch als Vitamin E deklariert.
Topinambur wird auch Erdbirne genannt und wird oft als Hungerstiller verwendet. Gut geeignet für z.B. Diätfuttermittel.
Trigonellin ist ein Bitterstoff mit u.a. hohem Kupferanteil.
Tryptophan ist ebenfalls eine der essentiellen Aminosäuren, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.
Tyrosin ist eine nicht essentielle Aminosäure.
V
Valin ist eine weitere essentielle Aminosäure, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss.
Z
Zuckerrübentrockenschnitzel sind Nebenerzeugnisse, die bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben anfällt. Sie bestehen aus extrahierten getrockneten Schnitzeln und werden als Kraftfutter für Pferde und Kühe verwendet. Als Nährstoff in Hundefutter und Katzenfutter sind sie minderwertig und nutzlos.
Wenn Sie diese Erklärungen gelesen haben und immer noch der Meinung sind, dass die billigste Tiernahrung noch gut genug ist, dann tun Sie uns, den Tieren und sich selbst einen Gefallen und schaffen Sie sich kein Haustier (mehr) an!
Diese Auflistung ist nicht vollständig und wird noch erweitert. Schauen Sie doch mal wieder rein!
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